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Thema: Mitgliedschaftsmodelle

 

Die klassische Vollmitgliedschaft wird zunehmend durch die 1-Jahres-Vollmitgliedschaft ersetzt

Produktinnovationen setzen sich nur langsam durch

Ein Blick in das DGV-Golfbarometer vom Herbst 2017 zeigt, dass Vollmitgliedschaften und Jahresmitgliedschaften auch aktuell die am meisten angebotenen und verkauften Mitgliedsformen der teilnehmenden Golfanlagen sind. Während die Vollmitgliedschaften gegenüber 2016 rückläufig eingeschätzt wurden, stiegen die Jahresmitgliedschaften leicht an.

Greenfee-Mitgliedschaften und Werktags-Mitgliedschaften spielen weiterhin eine untergeordnete Rolle.

 

 

 

In dem Schaubild sind beispielhaft und ohne Anspruch auf Vollständigkeit die gängigen Mitgliedsformen schematisch dargestellt.

Es gibt in Metropolregionen Golfanlagen, die im Neugeschäft aktiv die Jahresmitgliedschaft pushen. Und zwar Voll-Jahresmitgliedschaften (mit vollem, unlimitiertem Spielrecht, Teilnahme an allen Clubturnieren usw.), die sich jährlich automatisch verlängern, wenn der Golfer nicht kündigt.

Das ist sicherlich der Konkurrenzsituation geschuldet, vielleicht auch der Vermutung, dass sich Neugolfer nicht mehr mittel- oder langfristig binden wollen.

Das sollte man allerdings differenziert betrachten: Ein Golfanfänger, der noch unsicher ist, ob Golf wirklich die richtige Freizeitbeschäftigung ist, möchte sich verständlicherweisenicht zu lange vertraglich binden.

Aber der Handicap-Spieler, der seit Jahren Golf spielt und jetzt aus welchen Gründen auch immer die Anlage wechselt, bewertet eine Golfanlage unter anderen Kriterien.  Was ist der Mehrwert einer klassischen Vollmitgliedschaft auf Lebenszeit? Es wird preiswerter! Das Problem mit den Alt-Golfern mit Alt-Verträgen wird nämilch meist argumentativ dadurch gelöst, dass  die Jahresverträge auf Dauer etwas teuer sind.

 

Wenn das mit dem Megatrend Individualisierung so weiter geht, wird sich der Golfer, sobald er weiss, was er will, seine individuelle Mitgliedschaftform aus einer Art Baustein-Angebot selbst zusammenstellen. Das setzt allerdings voraus, dass einzelne Bestandteile definiert sind. Und wer dann keine Club-Turniere spielen will, zahlt dann auch nicht pauschal dafür. 

Stand: 6.02.2018
V.i.S.d.P.: Michael Cremer
www.cremertraining.de

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